Einfach schöne Musik, intelligent zusammengestellt, hervorragend interpretiert. Einmal schlafwandlerisch wie vertonte Lichtreflexe auf bewegtem Wasser (Respighi) dann gespenstisch irrlichternd (Hindemith) oder so nahe am eigenen Puls, dass man an sein erstes Kinderlied erinnert wird (Glinka).
Anna Gourari spielt mehrschichtig und vieldeutig ohne den Zusammenhang zu verlieren. Leicht hingeworfene Begleitakkorde fügen sich zur sagenhaft ausdruckvollen Kantilenen - schläft sie beim Klavierspiel um den Geist der Nachtstücke zu transportieren? Zweifellos. Aber das kann ja nicht sein man hört sie ja spielen!
Der schleier der Nacht wird gewoben von einem hellwachen Geist, der nicht nur das Wesen der Stücke verinnerlicht hat sondern auch auszudrücken vermag, als bräuchte Anna Gourari keine Hände um die oft schwierigen Passagen hörbar zu machen.
Aussergewöhnlich.
Auch von der Aufnahmetechnik sehr gut, vielleicht wäre ein Schuss mehr Präsenz noch besser geworden, aber dann wären es vielleicht "Tagstücke" geworden.
www.amazon.de - Rezensent aus Kottingbrunn, Niederösterreich, 9. Dezember 2003
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