Press Archive

„Here’s a new name for you and, if there is any justica in the world, you will be encountering it again. (…) Yes, we know all about these competition pianists. Gourari is different. She has, of course, the big technique needed for competition winners. But she also produces a lovely sound, she never bangs, her music-making has her own mark on it, and she takes a very personal view about the music she plays, never hesitating to modify tempos, never losing the basic rhythms, adding inflections and accents that are not always written into the scores but that 19th-Century composers expected of their interpreters. She is free but never eccentric. Quite a handful (…) she is outstanding. She has a Freidmanesque approach to the music, free but controlled.”

„Anna Gourari – ein neuer Name für Sie und – wenn es eine Gerechtigkeit gibt in dieser Welt – dann werden sie ihm wieder begegnen. (…) Ja, wir wissen alles über ‚diese‘ Wettbewerbs-Gewinner. Gourari ist anders. Natürlich besitzt sie die große Technik, die Wettbewerbsgewinner benötigen. Jedoch erzeugt sie auch einen zauberhaften Klang, ihre Art zu Musizieren ist sehr selbständig, und hat eine sehr persönliche Sicht der Musik, die sie spielt. Niemals zögert sie, Tempi frei zu behandeln, ohne jemals den zugrunde liegenden Rhythmus zu verlieren, fügt dem Werk Modifikationen und Akzente hinzu, die nicht immer in den Noten stehen, die aber die Komponisten des 19. Jahrhunderts von ihren Interpreten erwarteten. Sie spielt frei, nie aber exzentrisch. Nur ein klein wenig (…) sie ist außergewöhnlich. Der Musik nähert sie sich in Art von Ignaz Friedman – Frei, aber kontrolliert!“

Harold Schonberg

„Anna Gouraris Reifeprüfung mit Chopin – Eine große Stunde in der Behrenstraße: Anna Gourari ließ aufhorchen und aufblicken mit Chopins e-Moll-Konzert. (…) in einigen Jahren wird diese junge russische Pianistin die Säle füllen. Denn Anna Gourari ist alles andere als eine Kurnikowa des Klavierspiels. Sie erfüllt, was sie verspricht, begeistert insbesondere mit einem kraftvollen Anschlag, der jeden einzelnen Ton, selbst wenn er im Passagenwerk vorbeifliegt, gestochen scharf markiert. Die Beherrschung der Tastatur ist nahezu vollkommen. Und die geistige Durchdringung der Partitur ist es, wie Gourari mit Chopin bewies, nicht minder: Eleganz ohne Sentimentalität gewinnt sie einem Werk ab, dessen Ausdrucksgestus so ungemein schwer zu treffen ist. Dabei agiert die Klavier spielende Aktrice keineswegs wie eine schauspielernde Pianistin – alles, was sie tut, dient der Musik, nichts der Selbstdarstellung.”

VT – Berliner Morgenpost, 2. November 2002

 

„Pianistin lotet die Grenzen ihres Instrumentes aus – (…) Mächtige Glocken der Tiefe läuten Skrjabins dritte Sonate ein, leidenschaftliche Ausbrüche brodeln und schäumen unentwirrbar um- und übereinander, entladen sich in alle Grenzbereiche des pianistisch Möglichen. Was für eine Kraft, wie viele Arme hat diese Frau? (…) Mitunter reißt ein Vorhanf auf, gibt Lichtungen frei, tönt der reine Ausdruck von Liebe und Wehmut. Anna Gourari hält inne, lässt hinter dem Getöse den klaren Tonsatz, die ruhige innere Linie hören. Chopin steht im Zentrum des Konzerts. (…) Musik voller Heimweh, grenzenlos ausdrucksvoll, filigran und virtuos gespielt. (…) Die schwerste Kost am Schluss: Skrjabins Fantasie entfesselt alle Klaviergewalten, zweihundert Saiten scheinen unaufhörlich zu schwingen. Ein fassungslos staunendes Publikum zollt Ovationen.”

Ralf Beiderwieden – Nordwest. Zeitung, 15. Oktober 2002

 

„Spannkraft vom ersten Anschlag an, mit eindringlichen Klängen spricht die Pianistin zum Publikum, jeder Ton scheint für sie bedeutsam. Oftmals wechselt die Stimmung des Klangs von fröhlich zu streng oder von lustig zu ängstlich, und das binnen weniger Sekunden. Gerade diese Eigenschaft macht sie zu einer genialen Interpretin des Kleinteiligen. Die vier kaum minutenlangen Préludes von Skrjabin stürzen den Hörer in ein Wechselbad der Gefühle. Es erstehen binnen Sekunden ganz eigene Welten. (…) Mit ihrer in Russland und Deutschland erworbenen hervorragenden Technik will die junge Musikerin nicht beeindrucken, sie will erzählen. Der brillanteste Lauf bei Chopins Scherzo b-Moll steht bei ihr nicht für sich, er ist dazu da, den Zusammenhang mit vorausgegangenen und nachfolgenden Takten etwas zu erzählen. Die international anerkannte Pianistin versteht es, Kantilenen so eindringlich zu spielen, dass man vergisst, dass sie nur ein Tasteninstrument zur Verfügung hat. Von lyrischen, zarten Stellen kann sie aufbrausend und mit ungeahnter Kraft drohende Akkorde dahindonnern, deren Energie sich in atemberaubenden Tonkaskaden entlädt. Was am wichtigsten ist: sie ist sie selbst, mit eigenem Stil, ohne Angst, ihre Persönlichkeit zu zeigen.”

Stuttgarter Zeitung, 4. September 2002

 

„Mal lockte sie, mal schmeichelte sie dem schönen Instrument. Für Augenblicke ließ sie es frei im perlenden Klang der Läufe, um gleich darauf wie eine Pantherin anzusetzen zum Sprung auf die Akkorde. Bisweilen vertauschten sich die Rollen. Dann schien die Russin die Gejagte. Fast demütig beugte sich die Pianistin über die Tasten, um tief in den dunklen Körper aus Holz zu hören. Keine Frage: Die 30-jährige Wahl-Münchnerin aus der Tartaren-Hauptstadt Kasan (…) gehört zu den größten pianistischen Begabungen dieser Zeit. Mit fast akrobatischer Sicherheit beherrscht sie, was die Hohe Schule des Klavierspiels verlangt: die weiten Griffe, die rasanten Läufe, die energiegeladenen Akkorde und einen Anschlag, der Klänge hervorbringt, die ans Wunderbare grenzen.“”

Moselfestwochen, 5. August 2002

 

„Ein kleines Klavierwunder – Eine kleine Interpreten-Sensation war das ja schon (…) Diese junge Pianistin ist nicht nur in Musikzentren der Welt begehrt, sieht nicht nur blendend aus, nein sie ist auch eine große Künstlerin, und das alles zusammen ist heutzutage nicht selbstverständlich. (…) Überwältigend aber bleibt der Eindruck dann, wenn sowohl der Formenreichtum als auch die klangliche Differenzierungsfähigkeit in selbstverständliche technische Meisterschaft und einem musikantisch-poetischen Feinsinn eingebettet erscheinen. Anna Gourari verfügt über kraftvollen Zugriff, eine stupende Technik, anders darf man sich an Chopins h-Moll-Sonate und deren Schlusssatz gar nicht heranwagen. Kaum wagt man es nach der eindrucksvollen Interpretation der Sonate noch zu sagen, aber die kleinen Formen , besonders die Mazurken, haben mich noch mehr gepackt, die so verinnerlicht poetisch gemalt wurde, so uneitel innig erklang, dass die Künstlerin damit an den heute wohl größten Klavierpoeten, Ivan Moravec, heranreicht. Ein wunderbarer Abend also mit einer Pianistin, die mit feinstem Pinselstrich ebenso überwältigte, wie mit breitem Quast, nie dick auftragend, immer durchscheinbar für die Poesie der Musik.”

Westfalenpost, 18. Juni 2002

 

„A pesar de esta liberalidad, Anna Gourari consigue siempre permanecer fiel al espíritu de la obra interpretada y transmitirlo al oyente con la máxima seriedad y sin rastro de exhibicionismo o de virtuosismo hueco. Tal vez el secreto esté en su prodigioso pianissimo o en su exquisito fraseo (…) diversas obras de Chopin (Scherzi, Polonesa Op. 26 n° 1, Fantasía Op. 49, Vals Op.34 n° 3). Gourari realiza una versión brillante, pasional y alejada de toda blanda melancolía. Energía, contrastes y notas llegan al oyente como un torrente desbordado.”

mundo clasico – Spain, 15. Mai 2002

 

„Wild und virtuos durchpflügen Anna Gourari und die Staatskapelle Dresden unter Sir Colin Davis diese dreisätzige Sinfonie mit konzertierendem Klavier. Wie immer, wenn Beethoven in c-Moll komponierte, ist auch dieses Werk leidenschaftlich, kämpferisch und erregt. Anna Gourari trifft genau die Mischung aus feuriger Attacke und poetischem Zauber. Bereits im ersten Satz fasziniert sie mit ihrem lyrisch-versunkenen und innigen Spiel.Die Künstlerin erspielt sich eine ganz individuelle Interpretation, die Vergleichen mit anderen Pianisten bewusst aus dem Wege geht. Gourari liefert eine durch und durch klassische Beethoven-Deutung – absolut temposicher. Läufe, Triller, Seufzer-Kaskaden – all dies lässt Anna Gourari unter ihren Händen aufblitzen. Ihre tadellose Technik und ihre atmosphärisch dichten und reichen Klangmöglichkeiten machen Anna Gourari zu einer außergewöhnlichen Musikerin. Auf neue Aufnahmen von ihr darf man gespannt sein.”

NDR 4, Februar 2002

 

„My most recent encounter with the scherzos prior to this recording was the live recital of Gourari’s compatriot Michael Pletnev. Pletnev’S impressive performances are more nimble and elegantly conceived, but for a deeper immersion into the spiritual world of Chopin, it is the Gourari disc to which I will return. Gourari’s technique and tone are excellent (…) The marvel of this playing is the combination of intuitive pacing, propulsive phrasing, and rhythmic inflection that makes this music spring to life with explosive power. The melding of physicality and thoughtfulness arises again and again in this playing; every note has a purpose. (…) In the person of Anna Gourari, the great Russian school of pianism lives on.”

CHOPIN: Four Scherzos etc. / FANFARE, Jan./Feb. 2002

 

„(…) Meine letzte Begegnung mit den Vier Scherzi von Chopin war die Live-Aufnahme des Landsmannes Anna Gouraris, Michael Pletnev. Pletnevs eindrucksvolle Interpretationen sind flinker und elegant konzipiert, aber für ein tieferes Eindringen in die spirituelle Welt Chopins, werde ich zu Gouraris Platte zurückkehren. Gouraris Technik und Ton sind exzellent (…) Den Zauber dieses Klavierspiels macht die Kombination aus intuitivem Musizieren, vorantreibender Phrasierung und rhythmischer Modulationsfähigkeit aus – dies erweckt die Musik mit explosiver Kraft zum Leben. Dieses Spiel ist u.a. geprägt von der Verschmelzung physischer Körperlichkeit mit psychologischer Nachdenklichkeit; jede Note hat ihren Sinn. (…) In der Person von Anna Gourari lebt die große russische Klavierschule fort.”

CHOPIN: Vier Scherzi – 314 302 / Peter Burwasser – FANFARE Jan./Feb. 2002

 

„The Top 10 Classical CDs of 2001 – Russian born Anna Gourari so impressed director Werner Herzog with her bold playing that he cast her in his most recent film, Invincible. He told her, „Other people play music, but you are music. ”

Philadelphia Citypaper, January 2002

 

„…Anna Gourari spielt auf ihrer aktuellen CD Beethoven wie lange niemand mehr. Dem starren Klangbild der Buchbinders, Pollinis und Brendels, deren gruftige Sonaten-Testamente zu einer vorwiegend unromantischen Rezeption der Werke Beethovens heute führten, hat die junge Russin mächtig viel junges Blut in die Venen gepumpt. Vor allem Beethovens 3. Klavierkonzert durchpflügt Gourari gemeinsam mit Sir Colin Davis und der Staatskapelle Dresden wild und virtuos. Sir Davis labt sich und damit das Orchester hier an dem Jungbrunnen, den die Pianistin darstellt. Das tut ihm gut, und man hört es. Positive Vergleiche mit anderen Pianisten seien hier vermieden. Das wird der Sache auch nicht gerecht, denn Gourari ist jung und erspielt sich hier eine Eigenständigkeit, die sich durch das individuelle Werk und nicht durch schon Gehörtes erklärt. Und im zweiten Satz wunderbare Lyrik (…) mit einer eher für die langsamen Sätze bei Mozart typischen Jenseitigkeit. Im dritten Satz prescht sie dann auf und davon, das Orchester in sicherer Entfernung im Windschatten hinterher. (…) Und so erwischt sie auch hier eine kontinuierlich überzeugende, und vor allem rührende Interpretation. Nicht nur mit klaren Oberstimmen, sondern mit einem dezidiert vielschichtigen Spiel, das mit zehn Fingern eigentlich gar nicht auskommen möchte, macht sie hier klar, dass es ihr ernst ist mit Beethoven. Selten ist der Zyklus so kurzweilig und wenig verkopft zu hören. Und es ist nicht die splendide Technik allein, die hier die Läufe, Triller, Seufzerkaskaden blitzen lässt. Nein, vielmehr empfindet Anna Gourari offenbar ganz tief, was hier formal und vor allem melodiös Sache ist.”

Jens Peter Launert – www.amazon.de, Oktober 2001

 

„The Russian Pianist Anna Gourari’s single CD combines the 24 preludes of Op. 11, along with some complete opuses cherry-pickings from others. There is some imaginative playing here, with even more of a sense than Piers Lane that the poetic essence of each miniature has really been extracted to the full.”

M. Rye – BBC Music Magazine, Mai 2001

 

„Sehr einfühlsam und mit feinem Klanggespür musizierte sie mit dem Kammerorchester sehr harmonisch. Sie ist eine Pianistin mit einem großen Gestaltungswillen; keine Note war bei ihr zu hören, die nebensächlich erschien. Ein absolut klares Interpretationskonzept von Anfang bis Ende wurde vor kein technisches Problem gestellt.“ (Klavierkonzert A-Dur KV 414)

S. Wahl – Schweinfurter Tagblatt, 14. Mai 2001

 

„Both works (Strauss: “Perergon” & “Panathenäenzug”) require the pianist play virtually without pause, and Anna Gourari survives brilliantly. Post-production can add all kinds of jiggery-pokery, but cannot manufacture a keyboard tone of Miss Gourari’s substance or tonal beauty.”

R. Dettmer – classical cd review, Mai 2001

 

„Anna Gourari (…) despatches both demanding keyboard parts with great efficiency“

KOCH Schwann 365 712, Strauss: „Parergon“ & „Panathenäenzug

(M. Harrison – International Piano Quarterly, Spring 2001)

„Anna Gouraris zauberhafter Brahms (opp. 116-119) – Irgendwann stellt sich diese Assozitation ein: Da musiziert eine junge Pianistin wie einst Martha Argerich – voller Energie, fast unbändiger Kraft, trotz heikler Passagen mit einer beinahe unverfrorenen Selbstverständlichkeit, und so wunderbar zartfühlend, poetisch in den leisen, lichten Partien. (…) Neben der herben Schönheit wohl vor allem die enorme physische Präsenz am Flügel. Doch Gouraris Spiel ist so fesselnd und faszinierend, dass man alsbald die junge, ungestüme Argerich zu hören glaubt.“

M. Schrahn – Ruhr Nachrichten, 26. April 2001

 

„Technisch perfekt ist ihr Spiel, brillant und perlend ihre Läufe. Der kraftvolle Anschlag legt das Bild der ‚Titanin’ nahe. Und doch: Anna Gourari überzeugt vor allem bei ruhigen Passagen. Hier findet sie zu einem schmerzvoll-süßlichen Ton, bringt den Flügel gleichsam zum Singen. Vor allem die Brahms-Stücke (opp. 116-119) lebten von den sanglich-lyrischen Passagen. Ihr sehr dichtes, emotionsgeladenes Spiel und die fast beschwörend wirkenden Pianissimo-Töne (…) Sie findet unendlich viele Zwischentöne. (…) Ungemein brillant und farbenreich gestaltete sie Chopin Fantasie in f-Moll.“

MLG – WAZ, 26. April 2001

 

„Über allem schwebt ein zärtliches Gefühl – (…) Sie ist eine bezwingende Lyrikerin. Zärtlich und sanft, weich und schmeichelnd modelliert sie den Ton. Sie horcht versonnnen den Klängen nach, (…) als wenn sie der Poesie dieses bezaubernden Pianos folgen, den Stimmungsinhalt der melodischen Linie erzählen möchte. Allerdings kann sie auch energisch zugreifen, wenn die Musik es denn fordert. Gestochen genau kommen dann die virtuosen, die aussagekräftigen Akkorde. Anna Gourari liebt Brahms (opp. 116-119). (…) Subtil, mit vielen Farben, innig und geradezu mystisch deutet sie die Geheimnisse dieser Musik, ihre oft in dunklen Tönen verborgene Melancholie. (…) Sie hat eine ganz eigene Vorstellung von der Musik, die sie spielt, vielleicht eine eher weibliche Sicht, die, technisch über allen Zweifeln erhaben, dem Gefühl den Vorzug gibt.“

S. Müller-Eisold – Westfälische Rundschau, 26. April 2001

 

„Bei Anna Gourari wirkt das alles ganz ehrlich gefühlt und großartig ausformuliert. Opus 116 beispielsweise (…) erweist sie ihren Dienst mit frei sprechenden, ergreifend sanften Farbwechseln. (…) Das ist bislang so verblüffend anders als alles bislang Gehörte, indes nicht unschlüssig und schon gar nicht ohne Reiz. In Opus 117 besticht die Zärtlichkeit, (…) die Intensität der melodiösen Ausbreitung.“

U. Jostwerner – Westfalen-Blatt, 12. März 2001

 

„(…) the performances of the young Anna Gourari are quite outstanding (…)“

J. Scott – www.musicteachers.co.uk, 7. Januar 2001

 

„Wahres Feuerwerk von Tonkaskaden – Atemberaubend ist es in der Tat, zuzusehen, mit welcher Hingabe Anna Gourari Musik entstehen lässt (…) Fabelhaft war es, welchen Tastenzauber Anna Gourari anfangs bei Chopins vier Scherzi entwickelte. Ungewöhnliche Lockerkeit des Anschlags verband sich dort mit einer ungemein plastischen Tonformung (…) Höllisch Brillantes wie im sich schier überschlagenden Anfangsteil des h-Moll-Scherzo gab es zu bestaunen, dann aber auch träumerische Versunkenheitsepisoden, wo Gesang wie aus Himmelsfernen hereintönte. (…) Das Finale bot Anna Gourari dann nochmals Gelegenheit, ihre überragende Technik zu demonstrieren.“

G. Dietel – Mittelbayerische Zeitung, 6. Dezember 2000

 

„Der 15. Kissinger Sommer ist eröffnet – Die Entdeckung der ersten Tage war das überwältigende Spiel der 28-jährigen Anna Gourari. Schülerin von Ludwig Hoffmann und Gitti Pirner, erinnerten ihre Chopin-Interpretationen an die junge Martha Argerich. Wir hörten alle vier Scherzi in h-Moll, b-Moll, cis-Moll und E-Dur. Neben einer Technik, die es der Gourari ermöglicht, von Anfang an aufs Ganze zu gehen, knüpft sie in ihrer Interpretation an die große russische Schule eines Svjatoslav Richter oder Emil Gilels an, und so nimmt es nicht Wunder, dass ihre Deutung der 1962 entstandenen Chaconne der Tatarin Sofia Gubaildulina auch inhaltlich bruchlos an die zuvor zu Gehör gebrachten Préludes eines Alexander Skrjabin anschloss.“

C. Köber – Neue Musik-Zeitung, Juli/August 2000

 

„Neuer Fixstern strahlt am Pianistenhimmel – Mit Tschaikowskys ‚Jahreszeiten‘ und Chopins ‚h-Moll-Sonate‘ bot die junge Pianistin Anna Gourari dem Publikum (…) ein Konzert der Extraklasse. Brillant ist vielleicht der passendste Ausdruck für die künstlerische Gesamtleistung der Musikerin an diesem Abend. Einzelne Passagen des Vortrages nach der technischen Fertigkeit Anna Gouraris zu beurteilen, wäre aufgrund der Perfektion verwegen und bei einer Pianistin ihres Ranges – in Fachkreisen wird sie mit Martha Argerich verglichen – durchaus nicht angebracht. Vielmehr muß man sich der musikalisch-interpretatorischen Raffinesse der Künstlerin widmen (…) In Chopins ‚h-Moll-Sonate‘ gab die Pianistin noch ein Stückchen mehr dieser Künstlerseele preis: Unter sichtlicher Hochspannung (…) ging Anna Gourari einmal mehr in sich auf, während sie die Sonate im enthusiastischen Presto-Finale (…) zu Ende brachte. Sympathisch an der jungen Künstlerin: Zugunsten der Musik stellt sie ihre eigene Persönlichkeit ganz in den Hintergrund, besticht nicht durch Aufdringlichkeit, verschmilzt vielmehr mit dem Instrument und versinkt in ihrer Kunst, aus der sie sich erst wieder herausläßt, wenn donnernder Schlußapplaus über sie hereinbricht.“

A. Kolbeck – Passauer Neue Presse, 25. Juli 2000

 

„(…) setzte Anna Gourari mit ihrer persönlichen Klaviersprache unnachahmliche Maßstäbe. Schon die ersten Töne aus Bachs Sechs kleinen Präludien (…) waren umwerfend. (…) Ruheloses Brodeln, romantische Poesie, feuriger Glanz, liedhaft Fülle, strahlende Feierlichkeit – das alles vereint die erst 27-jährige Russin in ihrem Spiel mit Eleganz und dem ungebremsten Zugriff ihrer persönlichen Interpretation und Anschlagskultur. (…) In allen Stücken war deutlich zu spüren, daß Anna Gourari in der Musik lebt. Auch bei den Préludes von opus 11 und opus 22 von Alexander Skrjabin manifestierte sich der Eindruck, daß die Pianistin die jeweils zu spielende Musik total verinnerlicht hat und in einer hochbrisanten Mischung von Werktreue und höchst persönlicher, emotionaler Gestaltung in der ihr eigentümlichen Weise interpretiert. Als Powerfrau fordert sie energisch alles vom Instrument und sich selbst, als Tastenmagierin beschwört sie das Klavier und ringt um jeden Ton, als braves Mädchen entlockt sie dem Flügel auch sanfte Töne, doch als Geliebte verführt sie raffiniert und hingebungsvoll. (…) Mit einer Überraschungsattacke im Fortissimo startete sie die Chaconne, beschwor das Klavier und entlockte ihm an Klängen, was sie wollte. Das alles hat mit blitzsauberer und virtuoser Technik und der ungewöhnlich explosiven Expressivität der jungen Pianistin zu tun.“

ZA – Bad Kissingen/Mainpost, 19. Juni 2000

 

„Virtuoses Feuerwerk in Schwarzweiß – Anna Gourari ist eine phantastische Pianistin. Die junge Russin hat ein manuelles und athletisches Potential, mit dem sie eigentlich jeden Kollegen an die Wand spielen kann. Sie ist eine Pianistin, die bei ihrem Spiel volles Risiko geht, obwohl die Treffsicherheit für sie kein Thema zu sein scheint, Und sie ist eine Interpretin, die die Musik und das Publikum unter Druck setzt: Wer ihr zuhört gerät schnell in Atemlosigkeit. (…) Man kann nicht anders sagen, als daß Anna Gourari die vier Scherzi grandios und ohne Verschleißerscheinungen gespielt hat. (…) Anna Gourari muß unbedingt wiederkommen, so bald wie möglich. (…)“

ta – Bad Kissingen/Saale-Zeitung, 19. Juni 2000

 

„Anna Gourari mit Kraft und Eleganz über die Tasten – (…) Beherzt nutzte die junge Russin die Chance zur meisterlichen pianistischen Selbstdarstellung. Einem kraftstrotzenden Wirbelwind gleich flog sie über die Tastatur, lotete bei ihrem chronologischen Streifzug durch die Klavierliteratur aber auch Elegie und Eleganz gleichermaßen überzeugend aus. Aus Bachs ‚Sechs kleine Präludien‘ formte sie hinreißend lebendige Charakterminiaturen. Erhobenen Hauptes horchte sie dem Klang der hart angeschlagenen Saiten nach, um beim Ausforschen der Poesie förmlich in die Tasten hineinzukriechen. Mit nicht weniger staunenswerter manueller Geschicklichkeit gestaltete sie die vier Scherzi von Chopin zu holzschnittartigen, dann wieder pastellfarbenen Tonbildern. Geradezu exzessiv brodelte es in der linken Hand, während die rechte in träumerischer Melodienseligkeit schwelgte. (…) Auch bei der Gestaltung von Skrjabinschen Préludes begeisterte die nuancierte, reich schattierte Anschlagstechnik der Pianistin. Konzentriert, voller Kraft und Zärtlichkeit spürte sie den Chopin-Klängen nach. Auch in der zerklüfteten, rhythmisch originellen und presto-verliebten 2. Klaviersonate von Rodion Shchedrin konnte die Seele nach Herzenslust singen. Der deutschen Erstaufführung des virtuosen Werkes dankte das Publikum mit begeisterten Applaus.“

bus – Berliner Morgenpost, 30. Mai 2000

 

„Schon die ersten, markant angeschlagenen Töne machen unmißverständlich klar: Hier spielt eine Individualistin des 21. Jahrhunderts, die sich aus dem Trümmerhaufen der Kulturgeschichte das nimmt, was ihr wichtig erscheint. Und dieses Konzept geht auf. Denn Anna Gourari ist eine herausragende Pianistin, ausgestattet mit den Tugenden eines enormen Klangfarbenspektrums, einer schöpferischen Intelligenz und Phantasie, die die Stücke nie nur spielt, sondern nacherschafft. Sie besitzt eine Autorität in der Gestaltung, die einem etwas bei der Interpretation diverser ‚Préludes‘ von Alexander Skrjabin das Gefühl gibt, unmittelbar bei der Geburt und Verkörperung dieser Musik dabei zusein – mit allen Risiken und Abgründen. Diese Fähigkeit ist selten. (…) Sie biegt sich weit in die Höhe, als würde sie Musik, Klang, Inspiration just von oben empfangen. Sie rollt sich zusammen und betrachtet aus allernächster Nähe das wahnwitzig schnelle Tun ihrer Finger. Ihr Gesicht ist dabei höchster Überraschung fähig, der entrückten Weisheit einer Tragödin, koboldhaften Schalks, Verzückung und in den Pausen dazwischen immer wieder einer gewissen Ironie. (…) Alles in allem hat das Selbstbewußtsein etwas Befreiendes, mit dem die Künstlerin aus den engen Stereotypen der Musikgeschichte und Klavierabende heraustritt und das Expressive der ‚Klassik‘ mit der autoritäts-freien Individualität (…) verbindet.“

S. Mahrenholz – Tagesspiegel, 30. Mai 2000

 

„Hoch gespannte Virtuosität – Traumlandschaften. Mystische Kleingebirge aus Klang und Struktur, aus Melodie und Harmonie. So fern und doch so nahe. Kein Entfliehen scheint da möglich, magnetisch wird man hineingezogen in die mal pralle, mal zarte Schönheit und Ursprünglichkeit dieser Landschaften, förmlich aufgesogen von der Magie des Fragilen und zugleich Festgefügten. Und kaum ist der Klang verrauscht, die Stille unvermittelt anwesend, kann man nicht anders, als rasch zum CD-Gerät huschen und alles noch einmal von vorne anhören. Und erneut darin versinken.“

J. Otten – Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27. Mai 2000

 

„Eine mädchenhaft-zierliche Pianistin beendete mit einem furiosen Akkordtremolo auf den höchsten Klaviertasten (…) die Saison: Anna Gourari. Es war der letzte Klangeindruck aus der zweiten Klaviersonate des russischen Komponisten Rodion Shchedrin (*1932) aus dem Jahre 1996, mit der die gerade 28-jährige Virtuosin (…) sich anschickte, Erinnerungen an das unvergessene Rezital der Martha Argerich in Homburg wachzurufen. Im zupackenden Biss ihrer Non-Legato- und Staccatotechnik, aber auch im Mut zu ganz persönlichen Deutungen der musikalischen Gehalte steht sie der großen Argentinierin kaum noch nach. (…) in der Gourari-Interpretation geriet die Wiedergabe der vier Scherzi von Chopin zu einer beglückenden Synthese überlegener, unbegrenzter Technik und gedanklicher Tiefe, wie sie selbst in Sternstunden (…) nur selten zu erleben ist. (…) derartige interpretatorische Höhenflüge sind kaum erlernbar; sie kommen immer aus dem Nacherleben des jeweiligen Werkes, und dieses Mit- und Nacherleben spürt man in jedem Anschlag dieser noch jungendlichen Künstlerin.“

fe – Homburger Rundschau, 8. Mai 2000

 

„(…) die Pianistin zeigte, daß Sie zur internationalen Spitze gehört und bewies auch den Mut, gerade bei der bereits im Konzertrahmen hinlänglich bekannten Literatur sehr individuell schöpferisch an die Werke heranzutreten. (…) Jedem der kleinen Stückchen verlieh Gourari eine ganz eigene faszinierende Ausstrahlung, (…) alles (natürlich) mit kultiviertestem Anschlag und Konzentration.“

H. Schwarz – Die Rheinpfalz, 8. Mai 2000

 

„Sehr überzeugend wirkten ihre stupende Fingerfertigkeit und der individuelle Gestaltungswille (…) Anna Gourari besteht die virtuosen Herausforderungen der Ecksätze bravourös (…) Im zweiten Satz kann die Pianistin ihre lyrische Kantabilität und reiche dynamische Stufung vorteilhaft entfalten“

G.S. – Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25. April 2000

 

„(…) keinen Raum für exhibitionistische Selbstdarstellung. Anna Gourari ist eine Kopfarbeiterin. Doch am Klavier wird aus der kleinen Russin eine Titanin, die in puncto Kraft und Virtuosität ihren großen Landsleuten das Wasser reicht. Die tiefsinnig durchdachten Interpretationen paart sie dabei mit sagenhafter Technik, mit der sie ihre Hörer lächlend schwindelig spielt. (…) Ihre Virtuosität scheint in jenem dritten Satz [der Shchedrin-Sonate] wirklich kaum natürliche Grenzen zu kennen. (…) Gourari vereint die Vorzüge zweier Welten (…): Die ungebremste Virtuosität erinnert an die russische Schule, mit der die Pianistin groß wurde. Doch im Gegensatz zu dieser vermeidet Gourari extreme Romantizismen. (…) Hier [Skrjabin] offenbart Gourari ihr wahres darstellerisches Talent, das sie demnächst auch in Werner Herzogs Film ‚Invincible‘ beweisen wird: Beeindruckend, wie schnell die Pianistin innerhalb von Sekunden völlig verschiedenartige Charaktere entwickelt und diese nach Herzenslust formt.“

H.K. – Leipzger Volkszeitung, April 2000

 

„Wenn Anna Gourari Bachs ‚Kleine Präludien‘ spielt, kann von ‚klein‘ keine Rede sein. Von ‚spielen‘ übrigens auch nicht. Denn was sie da macht grenzt an Verzauberung.“

J. Rubner – Süddeutsche Zeitung, 12. April 2000

 

„Sensibelste Anschlagskultur und ein überaus poetisches Klangempfinden verbinden sich bei ihr in geradezu betörender Weise. Die Préludes des russischen Exzentrikers werden unter ihren Fingern zu lyrischen Glanzstücken, wie man sie selten gehört hat. (…) Die (…) ekstatische Verzückung Skrjabins jedoch, (…) hat Anna Gourari im festen Griff ihrer künstlerischen Intellektualität.“

luk – Rhein-Neckar-Zeitung, 23. November 1999

 

„Die Klavierelite der jungen Generation hat kompetenteste Konkurrenz erhalten: mit der 27-jährigen russischen Pianistin (…) Anna Gourari tritt eine Musikerin auf den Plan, die sich nicht in rauschender Klaviertechnik verliert, sondern ein Gespür für Klangfarben und Nuancen entwickelt. Ihre Einspielung der Préludes von Skrjabin hat unter diesem Aspekt geradezu sensantionellen Charakter. Mit welcher Differenzierungskunst sie klangliche Seelenzustände freizulegen vermag, zeugt von tiefgreifendem Musikverständnis.“

R.S. – Abendzeitung, 30./31. Oktober 1999

 

„Ekstatische Aggressivität ist weniger die Sache von Anna Gourari, doch dort, wo sie als differenzierte Poetin gefragt ist (…) erfüllt sie aufs subtilste den Gehalt der feinen Klanggespinste. Ihre starke lyrische Erzählkraft muß kaum einen Vergleich scheuen (…)“

P. Schlüer – Klassik heute, Oktober 1999

 

„Hervorragend klare, sehr feine und farbige Interpretationen von hohem Rang.“

Aktivissimo, Oktober 1999

 

„Anna Gourari legt nun mit Alexander Skrjabins ‚Préludes‘ einen weiteren Beweis für ihr außerordentliches Talent, ihre musikalische Sensibilität, ihre atemberaubende Technik vor. Eine Frau auf dem Weg zum Weltstar.“

Brigitte, September 1999

 

„Die junge russische Pianistin Anna Gourari (…) verfügt – neben makelloser Technik – über eine hohe gestalterische Intelligenz, die für jedes der zum Teil sehr kurzen Stücke überzeugenden interpretatorischen Ausdruck findet.“

Applaus, September 1999

 

„Die eigenwillige und anmutige Pianistin (…) überzeugt durch erlesene Klangkultur, läßt Töne nuancensüchtig verdämmern, Melodiebögen sich auflösen. (…) die Töne haben Leuchtkraft und Eigenleben.“

E.K. Klein – Neue Musikzeitung, September 1999

 

„Anna Gourari heißt der neue Star im Pianistinnen-Olymp: Joachim Kaiser, der Pabst der Musikkritik, verglich sie mit einer schönen Heiligen und schwärmte von der poetischen Intensität ihres Spiels. (…) Berühmte Pianisten wie Martha Argerich, Alexis Weissenberg und Vladimir Ashkenazy bestätigen ihr Weltformat.“

Gala, Juni 1999

 

„Zwischen pianistischer Askese und Brillanz, zwischen lyrischem Ausdruck und höchst spekulativer Klangmystik entfaltet Anna Gourari spannungsvoll und eindringlich den Präludien-Kosmos Skrjabins.“

Coburger Tageblatt, 15./16. Mai 1999

 

„Chopin-Recital höchster Güte. Die Pianistin tauchte ganz in den melodischen Strom ein. (…) verfügt diese junge Interpretin über ein so nuancenreiches, farbiges Spiel und fasziniert durch ihre lebendige Tonmalerei (…) und brachte mit Inspiration Chopins Werke zu meisterhafter Geltung.“

M. Vitolo – Tegernseer Zeitung, 21. Oktober 1998

 

„Die junge Russin ist ein begnadetes Talent. Das Publikum (…) war sehr angetan davon, wie phantastisch, mit Gefühl als auch mit Schwung Anna Gourari die Werke interpretierte.“

kls – Rheingau Echo, 20. August 1998

 

„Wie Gischt sprühten die Tonkaskaden zu Beginn des Scherzos über die Tasten, entschlackt, genau pedalisiert und perlend zugleich.“

gpr – Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19. August 1998

 

„Die hochmusikalische Künstlerin verfügt nicht nur über eine fundierte Technik mit einem glasklaren Anschlag, sie besitzt auch die erforderliche geistige Reife (…). Anna Gourari spielte dieses zauberhafte kleine Werk mit höchster Sensibilität, perlenden Trillern und Läufen, ohne virtuose Selbstdarstellung, mit Herz und Charme.“

J. Pajenkamp-Rhode – Münstersche Zeitung, 6. Juni 1998

 

„(…) die eigentliche Attraktion des Abends aber war Anna Gourari, die Mozarts Klavierkonzert KV 453 mit größter Innigkeit spielte: die ersten Takte des Andante fragil, ersterbend und berückend intensiv in der Balance zwischen Melodie und Baß, der anschließende g-moll-Akkord von unbeschreiblich tiefer Wirkung – eine beseelte, berückende Abstufung aller Klangfacetten mit viel Gespür für das Zusammenspiel zwischen Soloinstrument und Orchester. (…) Ereignis der Extraklasse.“

M.B. – Münchner Merkur, 28. April 1998

 

„Tiefernst und dunkel, eine junge und sehr schöne russische Heilige, schritt sie zum Flügel (…) Im Verlauf des Konzertes imponierte dann die poetische Intensität der Künstlerin. (…) durchglüht von unabgenutztem, unroutiniertem Gefühl. Aufregend langsam, wie eine allmählich zum Leben erwachende Improvisation begann sie die riesige Schumannsche Original-Kadenz (…). Alles Melodische schien in ihrer Interpretation ohne jede Pose zu entstehen – Schumanns Klavier-Konzert wie ein zarter Jungmädchen-Traum, wie Schumanns ‚Nussbaum‘-Lied.“

J. Kaiser – Süddeutsche Zeitung, 10. Mai 1997

 

„Anna Gourari rivela doti molto interessanti e ben equilibrati sul piano musicale e tecnico, il che non è molto frequente in una pianista giovane. (…) pur interpretando con una cantabilità molto dolce e amorosa non perde mai di vista il senso narrativo dell´intero discorso, giocandovi al suo interno varietà espressive non indifferenti. (…) il rubato e utilizzato in modo intelligente, e intelligente è l’uso del pedale, di notevole respiro il fraseggio, bella la scelta dei colori.“

M & D, Milano, 18. März 1997

 

„Anna Gourari spielte spürbar liebevoll, hochmusikalisch, spannungsreich und im ersten Satz vielleicht etwas zu ernst, sonst aber technisch hervorragend.“

H. Müller – Wiener Zeitung, 1. März 1997

 

„Die Russin Anna Gourari verband bei Mozarts G-Dur-Konzert ihren leichten, ausgewogenen Anschlag mit eindrucksvoller Gestaltung und persönlichem Profil (…)“

Oberösterreichische Nachrichten, 28. Februar 1997

 

„(…) Werke auf dem Programm, die den Begriff des ‚Phantastischen‘ in ganz unterschiedlichen formalen und ästhetischen Kategorien ausdeuteten, zum anderen spielte die Pianistin so eindringlich, tief erfüllt und erfühlt, technisch unanfechtbar und hochkonzentriert Klavier, daß ihre Interpretationen mit dem Prädikat ‚fantastisch‘ durchaus zutreffend gerühmt werden können.“

H. Zettel – Donaukurier, 17. Dezember 1996

 

„Bei ihrem Spiel bietet die zierliche, madonnengesichtige Pianistin einen gewöhnungsbedürftigen Anblick. (…) daß hier eine hochbegabte Künstlerin zu Werke geht, die in eine ungewöhnlich innige Zwiesprache mit ihrer Musik tritt (…). Woher eine junge Künstlerin die Reife nimmt, diese Stücke op.116 und op.119 von Brahms derart dicht zu spielen, ist fast ein kleines Wunder.“

Hannoversche Allgemeine Zeitung, 10. Oktober 1996

 

„Sie ließ die Musik lebendig werden, ließ das Wesen des Komponisten durchscheinen und legte in ihre zum Teil eigenwillige, aber brillante Interpretation ein erstaunliches Maß an musikalischem Empfinden und Feingefühl.“

Münchener Merkur, 15. Juli 1996

 

„In der Tat handelt es sich bei ihr um eine außerordentliche Künstlerin, die in der Zukunft bei der Klaviermusik der Romantik gewiß Eigenes zu sagen hat.“

D. Thoma – Süddeutsche Zeitung, 16. Juli 1996

 

„Anna Gourari ist eine verhalten-kultivierte Nuancenspezialistin, die vornehmlich mit sehr feinen Phrasierungen, einem stillen Charme und natürlichem sensiblem Musizieren besticht.“

E. Fischer – Westdeutsche Zeitung, 9. März 1996

 

„(…) wohltuend ihr weicher Anschlag, der ein Klangreich singender Feinheiten ausspielte. Balladenhaft erzählen ihre Finger, was sich immer wieder auch steigerte zu leidenschaftlicher Kraft und Bestimmtheit.“

Y. Friedrichs – Rheinische Post, 16. Dezember 1995

 

„Ein sehr weitgehendes Rubato-Spiel, fein nuancierter Anschlag und eine äußerste Transparenz der Tongebung verlieh ihrem Spiel Lebendigkeit und einen sehr persönlichen Ausdruck.“

W. Stempel – Ruhr Nachrichten, 14. Dezember 1995

 

„Denn auf polierten Schönklang ist Anna Gourari nicht aus. Je größer aber die Dimensionen, je dramatischer die Gesten, desto überzeugender wirkte ihr Spiel (…). Und wie sicher und glanzvoll die Jungpianistin die Chopin-h-Moll-Sonate technisch bewältigte und musikalisch sinnfällig machte, das war schon überraschend und ausgesprochen hörenswert.“

gh – Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 14. Dezember 1995

 

„(…) der tief melancholische Nocturne-Charakter des Largo verheißt aufs schönste und innigste, wo Anna Gouraris Zukunft zweifellos liegt.“

C. Lemke – Süddeutsche Zeitung, 28. Oktober 1995

 

„Ihre manuellen Fähigkeiten hat sie bestens im Griff, gehorchen wie von selbst. So ist alles bereit und offen für das Entscheidende: die eigene Interpretation.“

R. Berg – Konzertprogramm Concerto Winderstein, 25. Oktober 1995

 

„(…) la joven rusa de veintitres anos Anna Gourari, estricta, sensible y controlada en ei concierto num. 5 ‚Emperador‘. La pianista lo interpreto desde la tala rasa una falta absoluta de prejuicios previos y con un sentido quizas exagerado – pero por lo demas altamente gratificante, por lo que a partir de ella pueda la artista mas adelante llegar a haser autenticamente suyo- de la pulcritud y la sobriedad expresiva.“

C. Calmell – La Vanguardia, Barcelona, 29. September 1995

 

„Dann die ersten Takte (Brahms: Variationen op.21/1), und sofort ist man gefangen von der Kraft und Nachdrücklichkeit ihres Spiels. Energie statt Vorsicht, Brahms war schließlich nicht Chopin. Auch die massiven Akkorde und kühnen Sprünge der f-Moll-Sonate bedeuten keine unüberwindlichen Hindernisse, im Gegenteil – ein markant-kraftvoller Anschlag kündet von der Freude an symphonischer Klangfülle. Ein ganz großes Talent (…)“

V. Boser – Abendzeitung, 20. März 1995

 

„Wirklich enorm, diese Sicherheit, mit der sie die lyrischen Zwischentöne einer so reifen Klavierpoesie trifft, wie sie zwischen balladeskem Sturm, zarter Empfindung und resignativer Ruhe changiert. Und noch mit Staunen konnte man vernehmen, um wie viel selbstverständlicher, feiner und sensibler Anna Gourari die Endzeitstimmung des e-Moll-Intermezzos aus op.116 traf als unlängst ihre weit berühmtere französische Kollegin Hélène Grimaud.“

K. Bennert – Süddeutsche Zeitung, 20. März 1995

 

„Anna Gourari spielt nicht ihre Stücke, nein sie erlebt sie und läßt das Publikum teilhaben an der Größe ihrer Empfindungen und der Tiefe der Musik. Mit intuitiver Sicherheit meistert die Künstlerin selbst schwierigste Stellen und man hat stets den Eindruck, daß ihr Dialog mit dem Flügel von so innigem Verstehen ist, daß ein Mißton sich von selbst ausschließt.“

J. Kromka – Münchner Merkur, 11. März 1995

 

„Selten hat man Romantisches so verinnerlicht gehört, in feinsten Klangnuancen, so ursprünglich, fast volksliedhaft in der Melodik. Der Anschlag allein schließt eine Welt auf, Farbigkeit wunderbarer Klangerlebnisse selbst noch in der Virtuosität.“

Y. Friedrichs – Rheinische Post, 16. Dezember 1994

 

„Das Publikum im Robert-Schumann-Saal war hingerissen, spendete unter Bravorufen stehend Beifall und mochte diese hochbegabte Künstlerin so schnell nicht von der Bühne lassen (…). Am Ende des Konzertes aber, überschüttet von Applaus, steht da still und bescheiden eine strahlende Pianistin, ein junges Mädchen, dessen Ausdruckskraft und geniale Interpretation die Kritiker schon jetzt zu Hymnen inspiriert.“

R. Goldlücke – Die Welt, 19. Juni 1994

 

„Während ihre Konkurrenten mit mancher sichtbaren und mehr noch hörbaren Mühe den Bahnen ihrer Soloparts folgten, (…) musizierte Anna Gourari scheinbar unbeschwert und erschien als Herrin des Konzerts. Es war atemberaubend, wie die Nachfolgerin der Coucours-Namenspatronin Musik aus Kopf und Finger wachsen ließ.“

F. Reininghaus – Süddeutsche Zeitung, 6. Juni 1994

 

„Anna Gourari gestaltete dieses unspektakuläre Werk, in einer raren Intensität, versenkte sich in Nuancen, ergründete jede Akkordbrechung. In organisch fortlaufendem Strom ging sie auf spannende Entdeckungsreise und fand nie gekannte Geheimnisse. Stehende Ovationen für die Gewinnerin und die unkonventionelle Entscheidung, ein Konzert-Ereignis ohne Tastendonner zu küren.“

Westdeutsche Zeitung, 1. Juni 1994

 

„Anna Gourari gab es mit solcher Hingabe und Scheu zugleich, fand solche Wahrhaftigkeit des Tons, daß die Stille im Raum als Ausdruck höchster Anteilnahme zu verstehen war; mancher möchte bei solch sprechender Zartheit an die junge Clara Haskil denken. Anna Gourari bekümmerte es nicht, daß ihr pianistischer Hochadel zuhörte, daß Fernsehkameras ihren Händen folgten, daß Mikrophone jeden Moment ihres Spiels unveränderlich einfingen (…). Nein, sie musizierte sozusagen mit der reinen Freiheit des Geistes; um so schöner, daß sie nicht dem Typus der vor Selbstsicherheit strotzenden Athletin entsprach. (…) Die Welt ist grausam, aber die Poesie durfte siegen.“

W. Goertz – Rheinische Post, 1. Juni 1994

 

„Nach Meinung der Jury (J. Kaiser, M. Argerich, V. Ashkenazy, N. Freire, A. Weissenberg) sei das Niveau der jungen Künstler sehr hoch gewesen. Die russische Pianistin habe durch ihr ‚fast mystisches Klavierspiel‘ überzeugt.“

dpa – Frankfurter Allgemeine Zeitung, 1. Juni 1994

 

„Die bildhübsche Russin verlieh Beethovens drittem Klavierkonzert c-Moll seltene pianistische Leuchtkraft, wunderbar klar und perlend ihre Tongebung, die Wiedergabe war reich an gestalterischen Feinheiten, an rhetorischer Brillanz. Dieser jungen Pianisten eine Weltkarriere vorauszusagen, fällt nicht sonderlich schwer.“

J.K. Glauber – Nord-Rheinwestfalische Zeitung, 1. Juni 1994

 

„Keine Frage: Anna Gourari ist nicht nur eine versierte Klaviererzählerin, sondern eines der genuin musikalischsten Nachwuchstalente “

H. Maurò – Süddeutsche Zeitung, 18. April 1994

 

„Mit Anna Gourari stellte sich eine Künstlerin vor, die sich außerhalb der gewohnten Pfade bewegt.“

D. Thoma – Süddeutsche Zeitung, 28. September 1993

 

„Wer die Münchnerin einmal in einem Konzert beobachtet hat, kann das verstehen: Anna Gourari scheint mit der Musik zu verschmelzen. Bei schnellen Passagen sinkt sie in sich zusammen, bei langsamen, ausdrucksvollen Teilen spannt sich ihr schlanker Körper wie die Sehne eines Bogens.“

C. Terheyden – Münchner Merkur, 3. März 1993

 

„Mit einer geradezu intuitiven Empfindungssicherheit läßt sich Anna Gourari auf die Stimmungswelten dieser Klavier-Magier ein, hört sich tief hinein in die jeweiligen Ausdrucksvaleurs und gestaltet diese fernab aller klavieristischen Attitüde zu plastischen Klangbildern.“

R. Jungwirth – Münchner Merkur, 23. Februar 1993

 

„Alles ist ehrlich und groß empfunden und gefühlt bei dieser jungen Künstlerin, deren Musizieren sich in einer leidenschaftlichen Körpersprache ausdrückt. (…) Nicht selbstverständlich bei jedem Musiker: das Hörvermögen, das Hörbewußtsein. Hier liegt Gouraris ganze Stärke (…).“

W. Schreiber – Süddeutsche Zeitung, 22. Februar 1993

 

„Anna Gourari a joué avec un grand raffinement et une recherche de la sonorité comme la grande virtuose qu’elle est. (…) Anna a surpris le public par son tempérament et sa maîtrise du clavier par cette oeuvre ‚injouable‘. (…). Une soirée merveilleuse.“

M. Bonnefois – Villages Saint-Maur, Paris, 26. Februar 1992

 

„Einige Extravaganzen gestattete sich die Siegerin Anna Gourari aus der Sowjetunion, die dennoch zu den vielversprechenden Talenten dieses Wettbewerbs gezählt werden muß.“

Göttinger Tagblatt, 9. April 1990

 

„Ein zartes, schlankes Mädchen – neben dem Flügel stehend: das ist Anna Gourari aus Kazan. Man hörte in ihrer Interpretation Bach, Beethoven und Rachmaninov und vergaß dabei das Alter der Pianistin. Denn man vernahm das Spiel einer begeisterten Musikerin mit einer reifen Denkweise. Anna Gourari könnte man liebevoll eine ,kleine Perle‘ nennen, die eine große Zukunft vor sich hat.“

Sowjetische Kultur, 20. Mai 1989

 

„Die 13-jährige Gewinnerin des Kabalevsky-Wettbewerbes Anna Gourari beeindruckt mit einem für ihr Alter sehr hohen pianistischen Können, drückt in ihren Interpretationen eine sehr persönliche Sicht der Werke aus und zeigt in ihrem Spiel eine seltene Kraft .“

Sowjetische Kultur, 15. April 1986